Hahl Gitano De Luxe „D“ Schalloch

l_1_klKonstruktionsmerkmale:

  • Original Maccaferri-Form mit D-förmigem Schalloch
  • 40 Jahre abgelagerte Zederndecke
  • 40 Jahre abgelagerter ostindischer Palisander für Boden und Zargen
  • Dreiteiliger Hals aus 30 Jahre abgelagertem Mahagoni mit einer Mittellage aus 50 Jahre altem Nussbaum
  • Erstklassiges Ebenholzgriffbrett mit runden Griffbretteinlagen aus Perlmutt
  • Schallocheinlage und Randeinlagen aus schwarzen und weißen Holzspänen
  • Korpusbindings aus massivem Palisander
  • Mensur: 650 mm
  • Halsshaping: sehr angenehme runde“D“ Form
  • Ebenholzsteg mit zweiteiliger Kompensationsstegeinlage aus Knochen
  • Knochensattel
  • Vergoldete Mechanik
  • Saitenhalter aus Messing mit Ebenholzeinsatz
  • Finish: dünn aufgetragener Nitrocellulose-Lack

 

Meine Hahl „Gitano De Luxe“ D-Schalloch und ich:

l_13Dieses Instrument ist meine erste Gitarre von Meister Hahl. Von der Ästhetik her ist sie ein absoluter Traum! Die Lackierung, die verschiedenen Einfassungen, die Bundierung … einfach ALLES ist tadellos und äußerst sorgfältig bearbeitet. Die Hölzer sind von allerbester Qualität. Insbesondere die Zederndecke fällt ins Auge. Sie weist ganz spezielle Farbnuancen auf, die an Wolkenschleier bei einer Vollmondnacht erinnern. Deswegen wurde sie auch „La Lune“ („Der Mond“) von Stefan getauft!

Zum Thema Handling und Bespielbarkeit kann ich auch nur großes Lob aussprechen. Die Gitarre liegt perfekt ausbalanciert in der Hand und ihr äußerst geringes Gewicht ermöglicht ein optimales Schwingungsverhalten.

l_18_klNun, wie klingt diese Schönheit? Wenn es darum geht, das Repertoire von Django zu spielen, ist sie einfach optimal. Es ist definitiv DER typische Sound, den ich dabei brauche. Das Rhythmusspiel geht fast von alleine und klingt absolut authentisch. Die Akkorde preschen regelrecht aus dem breiten Schalloch heraus. Die Einzelnoten ertönen extrem präzise, konturiert und substanzvoll. Dynamik und Tragfähigkeit sind beeindruckend, ganz egal, ob ich Akkorde oder Melodie spiele. Beim Spielen kann ich die Schwingung des Korpus deutlich spüren. Ein schönes Gefühl! Die Lautstärke ist ungeheuerlich! Dabei ist dies natürlich nicht alles. Ich würde diese Gitarre mit der Farbpalette eines Malers vergleichen. Sie stellt mir eine riesige Auswahl an Klangnuancen zu Verfügung und reagiert vollkommen willig auf den Anschlag der rechten Hand oder auf die Artikulierung der linken Hand. Sie ermöglicht mir jeder Note Persönlichkeit zu verleihen. Für mich ist es genau das, was eine Spitzengitarre ausmacht!

l_6Diese Gitarre ist auch für andere Stilistiken sehr gut geeignet. Ich habe zum Beispiel beste Ergebnisse mit dem „Bottleneck“ erzielt. Erdiger Blues, gefühlvolle Balladen oder Bossa-Nova sind auch ihr Terrain!

Für den Bühneneinsatz habe ich ein „B Band“- Tonabnehmersystem von Stefan einbauen lassen. Unter dem Steg, im Korpus, ist ein so genannter „under sattle transducer“ festgeklebt. Es handelt sich hier einfach um eine Piezo-Membran, die die Schwingungen der Decke aufnimmt. Dazu kommt ein Mini- Kondensatormikrofon, das im Korpusinneren an einem Schwanenhals befestigt ist. Beide Signale kann ich beliebig mischen. Die Regler für die Mischung der beiden Signale und für die Lautstärke befinden sich am inneren Rand des Schallochs. Damit sind sie gut erreichbar. Die Batterie ist am Halsklotz befestigt.

Das System funktioniert sehr gut und ist jederzeit ohne Konsequenzen für das Instrument abbaubar. Egal, ob die Gitarre an einem Verstärker oder direkt in einer P. A. angeschlossen, der Klang wird treu abgebildet. Ich habe schon viele Tonabnehmersysteme getestet, unter anderem den für Djangospieler obligatorischen Big Tone, und diese Lösung ist für mich mit Abstand die beste. Es klingt nicht nasal und mittenbetont. Vor allem ist eine gute Portion „Holz“ deutlich zu hören. Die Höhen drängen sich nicht in den Vordergrund und das System klingt viel luftiger und natürlicher als bei anderen Fabrikaten.

Eine tolle Gitarre, ein gutes Tonabnehmersystem, - was will man mehr?

 

 

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